Gruppe Kreativ
Fasten fürs Klima
Im vergangenen Jahr führten wir die Aktion „Fasten für das Klima“ durch. In den sieben Wochen der Fastenzeit stellten wir eine jede Woche – beginnend jeweils mit einem Mittwoch - unter ein bestimmtes Thema: Wasser, Ernährung, Mobilität, Recycling, Plastikmüll, Energie, Resümee. Für jede Woche hatten wir uns zum Thema Vorschläge für ein verändertes Verhalten ausgedacht. Die Teilnehmer sollten wenigstens einen auswählen und eine Woche lang praktizieren.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen und Beschreibung der ganzen Aktion fanden sich in einem Flyer, den wir an alle Haushalte verteilt hatten, den man aber auch auf der Homepage der Gemeinde einsehen konnte. Im Blättle veröffentlichten wir jede Woche am Donnerstag vor dem die Fastenwoche einleitenden Mittwoch das Wochenthema mit den Maßnahmen. Die Aktion begleiteten wir mit Veranstaltungen jeweils mittwochs. Es wurden die Wochenthemen eingehender von Mitgliedern des Klimaforums Großbettlingen oder externen Gästen vorgestellt. Wir wollten damit informieren und Bewusstsein wecken, wie einfach es u.U. sein kann, nachhaltige Lebensweisen zu praktizieren.
Wir wissen zwar nicht, wie viele Mitbürger*innen im stillen Kämmerchen unsere Aktion begleiteten. Auf Grund der nur geringen Besucherzahl bei den Mittwochsveranstaltungen vermuten wir aber, dass es nur wenige waren. Trotz der geringen Nachfrage: Denen die teilnahmen, hat es Spaß gemacht und es war nicht nur für sie, sondern auch und vielleicht vor allem für die Referent*innen aus dem Klimaforum sehr lehrreich und hat manchen Aspekt der jeweiligen Thematik neu oder ergänzend beleuchtet. Wir möchten deshalb allen Interessierten den Flyer vom letzten Mal, der ohne weiteres auch dieses Jahr und eigentlich zu jeder Jahreszeit genutzt werden kann, zur Verfügung stellen. Sie finden ihn hier (PDF-Dokument, 3,38 MB, 21.02.2025)
Warentauschtag
Tauschbox
Tauschbox wieder geöffnet!
Am 20.04.2026 haben wir die Tauschbox wieder geöffnet. Es haben sich in den letzten Wochen weit mehr Paten gefunden, als wir gesucht und erwartet haben. Sie wollen über das Jahr dafür sorgen, dass es in und um die Tauschbox gut aussieht. Das zeigt uns, welch großes Interesse an der Einrichtung besteht, dass die Idee eine breite Zustimmung gefunden hat und dass der Fortbestand der Tauschbox vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern am Herzen liegt. Das freut uns vom Klimaforum und wir danken den Paten für ihr Engagement.
Aber auch in Zukunft kann das Projekt nur gelingen, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. Oberste Regel dabei: Was nicht nach vierzehn Tagen weg ist, muss der-/diejenige, der/die es eingelegt hat, wieder abholen. Im Übrigen ist doch eigentlich klar: nur intakte, sauberer, vollständige und ansehnliche Gegenstände einlegen. Eigentlich auch selbstverständlich: keine Taschen und Kartons mit einer Vielzahl von Sachen einfach irgendwo abstellen, sondern die Gegenstände einzeln ordentlich und und hübsch in die Regale einordnen und nichts auf dem Boden abstellen. Für größere Sachen bringen wir noch eine Pinnwand an, an die man Zettel mit den Sachen und Adresse, wo man sie abholen kann, anheften kann.
Ansonsten gilt:
- keinen Alkohol (der Zugang steht auch Kindern und Jugendlichen offen)
- keine Medikamente (das ist verantwortungslos)
- keine Nahrungsmittel, insbes. keine Babynahrung (die nimmt eh keiner mit aus Furcht, sie könnten verdorben sein)
- keine Kleidung und Schuhe (da gibt es bessere Alternativen: bei guten Sachen Diakonie oder Secontique, bei schlechteren Sachen die Kleidersammelboxen)
- keine Blumentöpfe (die werden erfahrungsgemäß nicht entnommen; wir haben in den letzten Jahren unzählige Blumentöpfe nur dem Restmüll zugeführt)
- keinen Elektroschrott (diesen bitte im einschlägigen Einzelhandel entsorgen; der ist überwiegend verpflichtet, E-Schrott zurückzunehmen)
- nur aktuelle Bücher - bitte, bitte! (alles, was dem einzelnen vielleicht wertvoll ist, weil Erinnerungen daran hängen – dem anderen ist so ein Buch völlig egal, und Bücher sind heute – das mag man beklagen - keine Wertgegenstände mehr; in früheren Zeiten der Tauschbox landeten 95% der Bücher im Restmüll oder Papiercontainer)
Wir laden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu ein, mit darauf zu achten, was in die Tauschbox eingelegt wird, und andere ggf. freundlich darauf anzusprechen, wenn die obigen Regeln nicht eingehalten sind. Wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, bleibt unser Tauschbox sauber und nutzt allen.
Blühwiesenaktion
Unsere diesjährige Blühwiesenaktion werten wir als vollen Erfolg. Insgesamt haben 19 Grundstücksbesitzer um Samen nachgefragt. Wir haben rund zwei Kilogramm Samen – und damit unseren ganzen Vorrat – abgegeben. Das heißt, dass ca. 1000 m² Grund in blühende Wiesen umgestaltet werden sollen.
Wir sind darüber sehr erfreut und wünschen allen Samenholer*innen ganz viel Erfolg. Wir freuen uns, wenn wir in Form von Bildern oder auch sonst eine Reaktion erfahren unter klimaforum(@)posteo.de.
Nachfolgend finden alle Interessierten nochmals eine Zusammensetzung der Samenmischung und eine Anleitung zum Ausbringen der Samen:
Saummischung (Verarbeitungsanleitung)
Besteht aus 33 Samen.
Durch den Blütenreichtum von Mai bis Oktober finden sich zahlreiche Schmetterlinge, Hummeln und Wildbienen ein.
Im ersten Jahr kommen schon die einjährigen Arten zum Blühen. Eignet sich für eine Dauer von 1 bis 5 Jahren.
Benötigte Menge
- Saatgut 2-3,5 g/m2
- Schrot 10-20 g/m2
- Verhältnis 1:5
Bodenbearbeitung
- Unkraut entfernen
- Boden lockern
- Feinkrümlige Struktur herstellen
Aussaat
- Mitte März bis Anfang Mai oder Mitte August bis Ende September
- Aussaat sollte auf magerem Boden, sandig, kiesig erfolgen
- Bei fetten Böden (hoher Anteil von Ton) empfiehlt es sich, den Boden mit Sand oder Kalksplit abzumagern, 2 cm flächig auftragen und einarbeiten. Saatbeet muss feinkrümlig sein.
- Saatgut mit geschrotetem Korn mischen; 10-20 g /m2. Damit wird eine gleichmäßige Aussaat der feinen Samen erzielt.
- Die Hälfte des Saatguts einmal längs und einmal quer, breitwürfig mit der Hand verteilen
- Nur leicht mit den Rechen darüberziehen. Sonst ist keine Einarbeitung notwendig. Die feinen Samen fallen genügend tief in die Spalten des Bodens.
- Saatgut andrücken (mit Brett oder Schaufel) oder walzen
- Erste Keimlinge erscheinen bei feuchtem Boden nach 2-3 Wochen. Während der Keimzeit Boden feucht halten.
- Aussaat auf Rasenstück: Rasen abschälen, Split einbringen und lockern, bis der Boden feinkrümlig ist
Verwendung
- in Rabatten
- entlang von Gebäuden
- an Wegen und Randbereichen
- in Vorgärten
- im heimischen Garten statt Rasen
Zusammensetzung
Die verwendeten Arten stammen aus den Bereichen Ackerbegleitflora und kurzlebige Ruderalvegetation. Der Saum wird bis zu 120 cm hoch
- Kornrade
- Kelch- Steinkraut
- Acker-Hundskamille
- Färber-Hundskamille
- Echtes Barbarakraut
- Rundblättriges Hasenohr
- Acker-Ringelblume
- Rapunzel-Glockenblume
- Kornblume
- Tausendgüldenkraut
- Feld-Rittersporn
- Echte Hundszunge
- Wilde Möhre
- Raue Nelke
- Roter Fingerhut
- Wilde Karde
- Gewöhnlicher Natternkopf
- Sichelmöhre
- Saat-Wucherblume
- Gewöhnliche Nachtviole
- Färber-Waid
- Echter Frauenspiegel
- Margerite
- Österreichischer Lein
- Acker-Steinsame
- Wilde Malve
- Acker-Wachtelweizen
- Acker-Vergissmeinnicht
- Zweijährige Nachtkerze
- Saatmohn
- Klatschmohn
- Gewöhnlicher Pastinak
- Sprossende Felsennelke
Bibliothek der Dinge
Manche Alltagsgegenstände braucht man nur ein Mal oder selten. Sie sind einem deshalb zu teuer für eine Anschaffung oder sie stehen nach dem Erwerb nur in der Ecke herum und belegen wichtigen Platz im Haushalt. Solche Dinge bieten wir in der Bibliothek der Dinge an nach dem Motto: Leihen statt kaufen. In Trägerschaft der Gemeinde haben das Klimaforum Großbettlingen und die Ortsbücherei Großbettlingen zusammen den Grundstock für eine solche Bibliothek der Dinge angelegt.
Näheres hierzu erfahrt Ihr hier.








