Energie & Wärme: Gemeinde Großbettlingen

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Energie & Wärme

Dynamische Stromtarife in Deutschland

Die Energiewende in Deutschland schreitet voran, und damit wachsen auch die Möglichkeiten für Verbraucher, Strom intelligenter zu nutzen. Eine zunehmend diskutierte Option sind dynamische Stromtarife, bei denen der Preis pro Kilowattstunde je nach aktueller Netzlast und Erzeugungssituation im Stundentakt variiert. Bei hoher Erzeugung – etwa am Mittag eines sonnigen Tages – ist der Strompreis niedrig, in den Morgen- und Abendstunden dagegen höher. Aus ökologischer als auch wirtschaftlicher Perspektive betrachtet, lohnt sich ein genauer Blick auf Voraussetzungen, Zielgruppen und Chancen.

Voraussetzungen

Damit ein dynamischer Tarif sinnvoll genutzt werden kann, sind einige technische Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Intelligenter Stromzähler (Smart Meter): Nur mit dieser Technik lassen sich zeit- variable Preise automatisch erfassen. Es gibt auch Übergangslösungen, welche ein zusätzliches kleines Lesegerät an “neuen” Verbrauchszählern einsetzen. Alte Drehscheibenzähler sind jedoch ausgeschlossen.
  • Noch nicht alle Stromanbieter bieten dynamischen Tarife an, obwohl das seit 2025 gesetzlich vorgeschrieben ist. Dies wird sich nach und nach ändern.
  • Automatisierung: Idealerweise sollten im Haushalt insbesondere Großverbraucher (Geräte wie Wärmepumpen, Ladestationen oder Batteriespeicher) steuerbar sein, um diese vorzugsweise während günstiger Preisphasen zu betreiben.
  • Flexibilität beim Verbrauch: Haushalte müssen den Stromverbrauch zeitlich verschieben oder steuern können, um von den Preisunterschieden zu profitieren.

Für wen eignet sich ein dynamischer Stromtarif – und für wen nicht

Dynamische Tarife sind geeignet für:

  • Haushalte mit Photovoltaik (PV) und Speicher, die Stromüberschüsse in Niedrigpreisphasen für die Batterieladung selbst nutzen können.
  • Besitzer von Elektroautos, die zu variablen Zeiten geladen werden können.
  • Personen mit flexiblen Arbeitszeiten oder Home-Office, die den Verbrauch anpassen können.
  • Familien oder Haushalte, die bereit sind, ihren Verbrauch aktiv zu steuern. Sie sind weniger geeignet für:
  • Haushalte ohne Flexibilität im Verbrauch oder ohne automatische Steuerungsgeräte.
  • Haushalte, die sich auf Planungssicherheit bei dem Stromkosten verlassen wollen.

Pro und Contra dynamischer Stromtarife

Vorteile:

  • Kosteneinsparung durch Nutzung von Niedrigpreis-Phasen.
  • Förderung der Integration erneuerbarer Energien, da Lastspitzen reduziert werden.
  • Möglichkeit, die Stromnutzung aktiv zu steuern und die Energiewende zu unterstützen und das Netz zu entlasten.

Nachteile / Risiken:

  • Preisunsicherheit: Stromkosten können in Spitzenzeiten deutlich steigen.
  • Komplexität: Planung und Automatisierung erfordern technisches Verständnis.
  • Haushalte ohne Flexibilität profitieren kaum oder riskieren sogar Mehrkosten.
  • Der gesetzlich vorgeschriebene Einbau von Smart-Metern hinkt weit hinter dem geplanten Ausbau her. Deutschlandweit sind momentan weniger als 3 % eingebaut (im europäischen Ausland sind die Ausbauquoten meist zwischen 80-100 %).
  • Smart Meter haben einen höheren jährlichen Grundpreis (meist 30-50 €). Der freiwillige Einbau kann einmalige Kosten beim Netzbetreiber verursachen (z.B. Netze BW: 100 €).
  • Durch die Installation eines Smart Meters entstehen weitere Kosten, wenn der vorhandene Zählerschrank den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr entspricht.
  • Ab dem Jahr 2025 sind folgende Gruppen gesetzlich verpflichtet, ein Smart Meter installieren zu lassen: Jahresstromverbrauch von über 6.000 kWh, Betreiber von Photovoltaikanlagen mit mehr als 7 kW Leistung, Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, wie Wärmepumpen oder Wallboxen.

Im Vergleich dazu bieten normale Tarife stabile Kosten, jedoch ohne Anreiz, Stromverbräuche gezielt zu verschieben oder erneuerbare Erzeugung zu integrieren.

Weitere Einflüsse

Die Vorteile eines dynamischen Tarifs hängen stark vom individuellen Haushalt ab:

  • PV-Anlagen können den Bezug von teurem Netzstrom in Hochpreiszeiten reduzieren.
  • In Kombination mit PV ermöglichen Heimspeicher/Akkus die Nutzung selbst erzeugten Stroms auch in teuren Phasen. Selbst ohne PV kann ein Speicher Hochpreisphasen vermeiden, wenn eine entsprechende Automatisierung dies steuert (Laden bei niedrigem Tarif).
  • Elektroauto und Wärmepumpe können in günstigen Stunden geladen/betrieben werden.
  • Familiengröße: Größere Haushalte mit höherem Verbrauch können stärker von Preisschwankungen profitieren.
  • In Kombination mit dem Energiewirtschaftsgesetz §14a sind weitere Einsparungen möglich. Bei Nutzung des Moduls 1 werden Netzentgelte um pauschal ca. 12 €/Monat reduziert. Wird über Modul 3 die Steuerbarkeit von Großverbrauchern dem Netzbetreiber zugestanden, können weitere Kostenvorteile genutzt werden.
  • Insgesamt können die jährlichen Einsparungen für eine 4-köpfige Familie bei einigen hundert Euro liegen.

Preisbildung für dynamische Stromtarife

Die Variabilität des Strompreises basiert zum erheblichen Teil auf der wetterabhängigen Erzeugung von Wind- und PV- Anlagen. Die Preise an der Strombörse werden daher nur bis zu 2 Tage im Voraus festgelegt. PV-Anlagen erzeugen dabei eine Glockenkurve mit einer Mittagsspitze bei sonnigem Wetter. An stürmischen Tagen dominiert die Windkraft die Stromerzeugung. Hohe Einspeiseleistung sorgt dafür, dass viel Strom vorhanden und billig ist. Fossile, vor allem Gaskraftwerke werden, wenn Sonne und Wind wenig liefern, eingesetzt um die benötigte Reststrommenge abzudecken. Das typische Verbrauchsmuster privater Haushalte hat Lastspitzen am Morgen und in den Abendstunden, was dann zu hohen Preisen führt.

Fazit

Dynamische Stromtarife bieten eine Chancen-Kombination aus Kostenersparnis und nachhaltiger Energie-Nutzung, sind aber nur für Haushalte mit Flexibilität, der notwendigen Technik und Bereitschaft zur aktiven Steuerung geeignet. Für Verbraucher, die Planungssicherheit und stabile Kosten bevorzugen, bleibt ein klassischer Tarif oft die bessere Wahl.

Insgesamt bringt die Nutzung von dynamischen Stromtarifen der gesamten Netzinfrastruktur Vorteile, da über das Preissignal die Netzauslastung gesteuert und Lastspitzen verschoben werden können. Der aufwendige Stromtransport von den Windparks in Norddeutschland in den Süden wird reduziert, was auch zu sinkenden Netzentgelten führen wird.

Die folgenden Bilder sollen die Variation des Strompreises veranschaulichen.

Balkonkraftwerk - Alternative Montagemöglichkeiten

Verschiedene weitere Anwendungsgebiete von Nützlich bis Kurios – Klimaforum Großbettlingen/MB

Die Preise sogenannter Stecker-Photovoltaikanlagen mit bis zu 4 Modulen (2000 W) und einer Einspeisung von aktuell bis zu 800 Watt sind weiter im Sinkflug. Die Amortisierung erfolgt in vielen Fällen bereits nach etwa 3 Jahren. Zudem sind durch neue gesetzliche
Regelungen die Rechte von Mietern gestärkt und Einspruchsmöglichkeiten seitens Vermieter oder Eigentümergemeinschaften stark beschnitten worden.

Ein wichtiger Punkt bei der Planung einer Solaranlage, egal ob groß oder klein, ist die bestmögliche Platzierung der Photovoltaikmodule. Der Standort sollte möglichst viel Sonne abbekommen und eine sichere Befestigung erlauben. Zu beachten: wenn es über
längere Zeit zur Verschattung kommt, kann das den Ertrag erheblich mindern. Ein häufiger Montageort ist das Balkongeländer, aber es gibt weitere Möglichkeiten, welche hier kurz aufgezeigt werden sollen. Die entsprechenden Befestigungs-Sets dafür sind im lokalen oder Onlinehandel zu bekommen, oder der erfahrene Heimwerker findet selbst eine eigene Lösung.

Aufstellung im Garten und auf Flachdach

Möglichst schattenfreie Fläche bietet sich oft auf sonst ungenutzter Fläche: ob direkt am Boden, auf einem Schuppen oder dem Garagendach. Dabei muss das Gewicht des Systems bedacht werden. Klassische Module wiegen pro Stück ca. 20 kg. Dazu kommt
die Befestigung und ggf. ein Gewicht zur Beschwerung, da die Windlast bei Sturm nicht zu vernachlässigen ist. Erfahrungsgemäß sollten es schon 4 Gehwegplatten aus Beton zur Beschwerung sein. Es gibt auch leichtere und flexible Module aus dem
Wohnmobil/Schiffsbereich, diese haben jedoch meist eine geringere Leistung sowie ein schlechteres Preis-/Leistungsverhältnis und sind meist mehr durch Hagel gefährdet.

PV-Carport und Solarüberdachung

Carport und Überdachungen etwa bei der Eingangstür oder auf der Terrasse können auch eine Alternative sein, um mit Photovoltaikmodulen bestücken zu werden. Es gibt auch semi-transparente Module mit etwas geringerer Leistung, die einen Teil des Sonnenlichts durchlassen. Beidseitige Lichtausbeute (sog. Bifazialität) bringt zusätzliche elektrische Leistung. Dies kommt vor allem zum Zug, wenn hinter dem Modul nicht direkt eine geschlossene Fläche oder Wand ist. Diese Module sind im Regelfall auch stabiler, da beidseitig Glasscheiben genutzt werden und preislich sind Doppelglasmodule bereits nahe an klassischen Glas-Folie Modulen. Preislich sind PV-Module beinahe gleichauf mit der Dachhaut, z.B. Dachziegeln, und könnten somit diese auch gleich in der Funktion
ersetzen.

PV-Pflastersteine und Solarziegel

Solarmodule in Form von Pflastersteinen machen dies z.B. für die Hofeinfahrt möglich. Diese sind sogar mit dem Auto befahrbar. Auch gibt es Solarziegel in Form der gängigen Dachpfannen, auch in „normalen“ Dachziegel-Farben. Diese Variante kann einer
Dachanlage ein weitgehend neutrales Aussehen geben, daher ist sie z.B. im Denkmalschutz bereits heute im Einsatz. Was beide Lösungen gemein haben, ist leider der momentan unverhältnismäßig hohe Preis.

Solartisch

Wer es platzsparend und unauffällig mag, kann auch zu einem Solartisch greifen. Gängige Modulgrößen haben um 2 m² Fläche und die Module sind robust genug. Die Idee dahinter ist, dass der Tisch, wenn nicht gebraucht, in die Sonne aufgebockt werden kann.

Solarzaun

Auch Zäune eignen sich, um PV-Module zu befestigen, ohne dabei die Nutzfläche zu reduzieren. Es kommt eine Doppelfunktion dazu, nämlich der Sichtschutz. Weitere reizvolle Punkte: Bifazialität ist ein Plus. Beim Aufrüsten bereits bestehender Zäune benötigt man keine Genehmigung, wenn die Höhe des Zauns den gesetzlichen Vorschriften nicht widerspricht. Die Anlagengröße kann jedoch schnell über 4 Module (2000 W) eines Balkonkraftwerks hinaus und damit in den Bereich einer „großen“ Anlage gehen. Dann ist ein Elektriker für den elektrischen Anschluss nötig, ggf. muss der Sicherungskasten bei alten Installationen angepasst werden, was schnell teuer werden kann. Von Vorteil ist aber im Vergleich zur großen Anlage auf dem Dach die mögliche Eigenleistung bei der Montage: Handwerkerkosten und Gerüstmiete entfallen. Bei erheblicher Teilverschattung oder unterschiedlicher Ausrichtung der Module kann Verlusten mit Mikrowechselrichtern entgegengewirkt werden, die Kosten steigen jedoch.

Dachmontage

Klassisch, wie eine große Anlage auch, lassen sich natürlich auch die bis zu 4 erlaubten Module (max. 2000 W) einer Steckersolaranlage auf eine geeignete Dachfläche montieren. Die Befestigungssysteme sind auch „kleinteilig“ im Handel vor Ort oder im
Versand zu finden. Hier muss gesagt werden, dass die Montage aufwendiger sein kann. Die Dachhaut darf beim Anbringen der Dachhaken nicht beschädigt werden. Hier muss normalerweise je Haken ein Ziegel ausgeschliffen werden. Bei Arbeiten auf dem Dach sollte auch auf ein Gerüst nicht verzichtet werden. Der größere Montageaufwand wird jedoch oft mit einer weniger verschatteten Anbringung belohnt und dem sich daraus ergebenden Mehrertrag.

Hausfassade

Wer nicht aufs Dach will, dem bietet sich auch die Hauswand zur Montage der Module an. Grundvoraussetzung ist eine ausreichend große Fläche mit vielen Sonnenstunden. Entsprechende Haltungen und komplette Montagesets für die Hauswand sind im
Fachhandel erhältlich. Die Montage ist entweder flach anliegend oder schräg abstehend möglich. Die erleichterte Erreichbarkeit des Systems ist gegenüber der Dachmontage von Vorteil. Senkrechte Südausrichtung bringt im Sommer eine geringere Ausbeute, führt im Winter, wenn der Strom noch besser genutzt werden kann, aufgrund der tiefer stehenden Sonne jedoch zu einem Mehrertrag.

Steckersolargeräte ab 2026

Im Jahr 2026 könnten sich für Balkonkraftwerke in Deutschland mehrere Änderungen ergeben. Künftig könnten einfache Netzstecker wie der Schuko-Stecker nicht mehr zulässig sein. Stattdessen wäre ein Anschluss über fest verlegte Leitungen erforderlich.
Dies könnte zusätzliche Kosten verursachen und die Installation erschweren, insbesondere für Mieter und Wohnungseigentümer. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) arbeitet an einer eigenen Produktnorm, die den Anschluss über Schuko-Stecker weiterhin
ermöglichen soll – jedoch mit einer Begrenzung der Leistung auf 800 Watt je eigener Leitung und Sicherung bis zum Stromkasten. Falls diese nicht vorhanden ist, würde auch eine teure Elektrofachkraft nötig. Welche Variante kommen wird, ist noch nicht klar, für
Bestandsanlagen sollen jedoch die neuen Regeln nicht gelten.

Fazit

Wer keinen Balkon für Photovoltaikmodule zur Verfügung hat, muss trotzdem nicht auf günstigen, selbst erzeugten Strom und somit niedrigere Energiekosten verzichten. Zaun- und Fassaden-Montage können sogar Alternativen für „normale“ Dachanlagen sein,
wobei die Eigenleistung hier das System günstiger macht. Wer die Unsicherheiten bezgl. der kommenden Neuregelung vermeiden will, sollte die Zeit nutzen, um vor dem Jahreswechsel 2026 ein System nach der momentan gültigen und unkomplizierten Norm
anzuschaffen (bis zu 2000 W Modul-Leistung, 800 W Wechselrichter-Leistung, Schuko- Stecker).

PV Bündelaktion

Die erste PV Bündelaktion fand 2022/2023 in Großbettlingen und Bempflingen statt. Sie wurde von der Arbeitsgruppe Energie & Wärme des Klimaforums ins Leben gerufen.

Im Juli 2025 startete die zweite Bündelaktion in Großbettlingen, diesmal zusammen mit dem Gemeinden Schlaitdorf, Altenriet und Neckartenzlingen.

Die PV Bündelaktionen haben zum Ziel, Bürger:innen den Weg zur eigenen Photovoltaik Anlage (PV) zu erleichtern und so einen Beitrag zur dringend notwendigen Energiewende und CO2-Minderung zu leisten.

Ergebnisse der ersten Bündelaktion

Zur Auftaktveranstaltung im April 2022 kamen über 400 Besucher:innen, es wurden 110 Interessierte bei einem Ortstermin beraten. Schließlich wurden in den beiden Gemeinden 55 Aufträge erteilt und bis Mitte 2023 die PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 622 kWp installiert, zudem 47 Speicher und 22 Wallboxen. Damit erhöhte sich die PV Leistung in Großbettlingen und Bempflingen um 16 %, die Speicherkapazität um 50 %.

Partner und Beteiligte

Die Teckwerke in Kirchheim und das energieteam süd waren unser Partner für Beratung, Planung und Baubegleitung bei der ersten Bündelaktion und führen die zweite eigenständig durch. Die Teckwerke, zusammen mit dem zugehörigen Installationsbetrieb energieteam süd, bauen und betreiben unter anderem eigene große PV-Anlagen und bringen viel Erfahrung in allen Umsetzungsschritten mit ein. Als Bürgerenergie Genossenschaft steht für die Teckwerke der Gewinn nicht an erster Stelle, sie sind Gewähr dafür, dass die Anlagen im Interesse von Bauherr:innen und Umwelt geplant und gebaut werden.

Die Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen hat sich an den Bündelaktionen beteiligt und die Anmeldung und die Koordination der Beratungstermine übernommen.

Die Gemeinden unterstützen die Bündelaktionen tatkräftig durch zur Verfügung Stellung von Räumen für Veranstaltungen und eines Zwischenlagers für die Installationsphase.

Weiterentwicklung der Bündelaktion

Die Bündelaktion in Großbettlingen und Bempflingen in 2022/23 war die erste in Baden-Württemberg. Motiviert durch den großen Erfolg und zahlreiche Anfragen aus anderen Kommunen haben die Teckwerke weitere PV-Bündelaktionen in der Region durchgeführt. Die zweite Aktion in Großbettlingen ist zugleich die siebte insgesamt, es wurden bisher zusammen 239 PV-Anlagen mit 2945 kW Leistung installiert. Zwei weitere Bündelaktionen sind bereits in der Vorbereitung.

Aufgrund der gesammelten Erfahrungen wurde die Durchführung der Bündelaktionen optimiert, so dass bei der ersten Aktion teilweise aufgetretene Schwierigkeiten beseitigt werden konnten.

Ablauf einer Bündelaktion

Bei einer Auftaktveranstaltung erhalten die Interessierten Informationen über PV und die Durchführung des Projekts und können sich dafür anmelden. Sie stellen dann Daten und Fotos des Gebäudes bereit und geben an welche Ausstattung die Anlage haben soll (z. B. Wallbox, Notstromversorgung usw.).

Anhand dieser Informationen wird die Anlage im Entwurf geplant. Bei einem Ortstermin durch einen PV-Berater wird die örtliche Situation nochmals geprüft und die Planung mit dem/der Bauherr:in besprochen. Die Planung wird angepasst und ein Angebot erstellt.

Bei Beauftragung wird die Anlage zusammen mit den weiteren der Bündelaktion beschafft und installiert.

Besonderheiten der Bündelaktionen

Die Anlagen werden in einem Zuge professionell geplant und das Material gebündelt im Großhandel beschafft. Die Montage der Anlagen erfolgt zusammenhängend durch Fachbetriebe für die Gerüststellung und die Dachmontage aller Anlagen. Die Installation im Gebäude (Wechselrichter, Speicher, Wallbox und Netzanschluss) wird jeweils von lokalen Elektro-Installationsbetrieben oder dem energieteam süd durchgeführt.

Die Ausführung aller Gewerke wird von den Teckwerken fachlich begleitet und überwacht sowie abgenommen.

Durch die gemeinsame Beschaffung und das effiziente und zeitsparende Vorgehen in allen Schritten der Umsetzung sind die Kosten für die Bauherr:innen geringer als üblich. Die Rechnungsstellung erfolgt durch die Teckwerke, die auch Ansprechpartner für eventuelle Gewährleistungsfälle sind.

Mit den Bündelaktionen werden in einer Zeit sehr hoher Nachfrage nach PV-Anlagen die knappen Ressourcen bei den beteiligten Betrieben bestmöglich genutzt.

Weitere Informationen

Wenn Sie Fragen zur PV-Bündelaktion haben, sei es als beteiligte Bauherr:in oder aus sonstigem Interesse, sind der erste Ansprechpartner die Teckwerke. Sie können sich über klimaforum(@)posteo.de auch an die Arbeitsgruppe Energie und Wärme des Klimaforums wenden.      

Teckwerke:
daniel.wagner(@)teckwerke.de | info(@)teckwerke.de
Telefonnummer: 07021 9989989

Klimaschutzagentur Esslingen

Unter „Aktuelles“ finden Sie weitere Informationen zur laufenden Bündelaktion:

 

pLinks zu nicht-kommerziellen PV Infoseiten:

Dämmung von Heizrohren

Heizungsrohre selbst dämmen
Klimaforum Großbettlingen / mb


Die günstigste Energie ist die, welche man nicht braucht.
Bei einer Zentralheizung wird heißes Heizungswasser über Rohrleitungen zu den Heizkörpern transportiert. Sind die Rohre nicht ausreichend gedämmt, geht bereits auf dem Weg viel Wärme ungenutzt verloren. Dasselbe gilt für ungedämmte Rohre einer Warmwasser-Zirkulation. Sind die Rohre bisher nicht, oder nicht ausreichend gedämmt, sollte man dies auf jeden Fall schnellstmöglich nachrüsten. Auch unzureichende oder “zerbröselte” Dämmung zu ersetzen lohnt sich. Dies ist überwiegend bei Bestandsgebäuden der Fall. Neuerdings schreibt dies auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor. Auf jeden Fall kann sich je nach Anwendungsfall bereits nach einer einzigen Heizperiode der Aufwand amortisiert haben.


Wenn die Rohre in Keller oder Garage an der Decke geführt werden und damit leicht zugänglich sind, kann man das mit etwas handwerklichem Geschick ganz einfach selbst erledigen. Rohre in Wänden selbst nachträglich zu dämmen ist mit wesentlich höherem Aufwand verbunden und sollte eher Fachbetrieben überlassen werden.


Vorbereitung
Zunächst sollte man sich einen Überblick verschaffen. Alle Rohre sollten gesichtet werden. Dazu sollten alle unbeheizten Räume durchgegangen werden. Neben dem Keller können sich Rohre auch im Dachboden, Garage oder Treppenhaus befinden. Ein guter Indikator ist auch, wenn sich ein Raum wärmer anfühlt als andere der unbeheizten Räume. Hilfreich kann hier der Einsatz einer Infrarotkamera sein. Die gibt es schon in ausreichender Qualität z.B. als Zusatzgerät fürs Handy für ~200€ im Handel.


Die Maße aller Rohre müssen dann mit Meterstab oder Maßband aufgenommen werden. Dazu gehört neben der Länge auch der Außendurchmesser der Rohre. Wer zum Messen des Durchmessers nicht das passende Werkzeug hat, kann den Umfang mit Maßband oder Faden ermitteln und diesen Wert durch 3,1415 (Pi) teilen.


Materialbeschaffung
Rohrdämmungen kann man im Baumarkt oder Versandhandel beschaffen. Eine empfehlenswerte und übliche Ausführung sind aluminium-kaschierte Steinwoll-Rohrschalen mit selbstklebender Überlappung (Bild 1). Die Preise dafür belaufen sich auf etwa 120€ für 20m Rohrdämmung. Dazu kommt netzverstärktes Aluminium-Klebeband für die Rohrstöße. Bögen oder T-Stücke lassen sich leicht selbst aus den Dämmstücken herstellen, Zuschnitt siehe Bild 4 weiter unten, oder für etwas mehr Geld als Formstück vorgefertigt kaufen.

Umsetzung
Alle bestehenden Rohre sollten frei und sauber gemacht werden. Zum Zuschnitt eignet sich ein Teppichmesser. Es werden geschlitzte Rohrschalen verwendet, die über das Rohr geschoben werden können. Der Schlitz wird anschließend mit der selbstklebenden Deckfolie verschlossen. Die passend zugeschnittenen Dämmungsteile werden aufgebracht und verklebt. Es sollte darauf geachtet werden, dass alle Dämmstellen dicht am Rohr anliegen. Man sollte an schwer zugänglichen Stellen anfangen wie z.B. Bögen oder anderen kleinteiligen Stellen. Offene Stelle und Stöße werden mit Alu-Klebeband verbunden. Wer der selbstklebenden Überlappung nicht vertraut, kann das Ganze noch mit Draht umwickeln.

Gesundheitsrisiko beim Verarbeiten von Glas-oder Steinwollisolierungen
Anders als die vor 1996 hergestellten Mineralfasern gelten die heutigen Materialien europäischer Hersteller als unbedenklich und nicht krebserregend. Gütesiegel wie RAL oder EUCEB belegen die Einhaltung der Prüfkriterien. Dennoch kann die Mineralwolle zu Jucken und Hautreizungen führen. Es ist daher ratsam, bei der Verarbeitung Handschuhe, Mundschutz und Brille zu tragen. Nach beendeter Installation ist die Mineralwolle von der Alufolie umschlossen und gibt keine Fasern ab.


Andere Isolierstoffe
Wer nicht mit Mineralwolle arbeiten möchte, kann Schaumstoffisolierungen aus Polyethylen (PE) oder Kautschuk verwenden. PE ist kostengünstig, hat allerdings nur eine geringe Flexibilität und muss an Bögen und Abzweigen entsprechend genau zugeschnitten werden; die Stöße werden mit Flüssigkleber oder Klebefolien verschlossen. Kautschuk ist etwas teurer als Mineralwolle, durch die höhere Flexibilität aber leichter zu verarbeiten als PE.

Weitere Informationen
Finanztip