: Gemeinde Großbettlingen

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Wiesenspaziergang 2024

Am Sonntag, den 09.06.2024 waren wir zum diesjährigen Wiesenspaziergang des Klimaforums unter fachkundiger Führung von Matthias und Andrea zu den Streuobstwiesen und den Wiesen Richtung Autmut unterwegs. Gleich am Treffpunkt konnten wir bereits verschiedene Pflanzen entdecken und von ihren Besonderheiten erfahren. So sind unsere Streuobstwiesen nicht nur bedeutende Lebensräume, sie sind auch von hoher kulturhistorischer Bedeutung. Bereits seit   weit über 100 Jahren prägen sie das Bild unserer Gemeinde.

Im ersten Teil unseres Spaziergangs, haben wir uns auf den Weg Richtung Autmut gemacht und dabei eine Unterkunft für Wildbienen besucht. Wir haben erfahren, was man richtig machen kann, wenn man Wildbienen im heimischen Garten unterstützen möchte. Weitere Tipps dazu gibt unter den Codes unten.  Darüber hinaus konnten wir blühreiche Entdeckungen entlang der Äcker machen.

Unser Weg führte weiter durch geschützte Wiesen, die sogar von europaweiter Bedeutung sind. Durch die herausragende Bedeutung dieses blütenbunten Lebensraums hat nicht nur unsere Gemeinde eine besondere Verantwortung zum Erhalt dieser Wiesen. Zusammen mit unseren Streuobstbeständen haben wir noch wertvolle und geschützte Orte, die von verschiedenen Arten geschätzt werden. Uns bieten sie Erholung und Erfahrungen mit allen Sinnen. (Bunt blühende und summende Wiesen säumten unseren Weg.)

Buchstäblich über den Weg gelaufen ist uns eine wunderschöne Feldgrille, die mit ihrem schwarz-goldenen Panzer und Flügeln sehr hübsch aussieht und sich von uns ausgiebig betrachten ließ.

Unsere nächste Station hat uns an die Autmut geführt, wo deutlich zu sehen war, wie hoch der Wasserstand nach den ergiebigen Regenfällen tatsächlich war. Wir konnten mit Hilfe eines Keschers verschiedene Wassertiere bestimmen, z.B. den Bachflohkrebs. Anhand des Vorkommens verschiedener Arten können Aussagen über die Wasserqualität getroffen werden. Unsere Beobachtungen lassen vermuten, dass die Wasserqualität der Autmut noch recht gut zu sein scheint.

Als kleinen Test haben wir gezählt, wie viele verschiedenen Pflanzenarten wir auf einem Quadratmeter Wiese finden und waren von der Vielfalt wirklich überrascht. Allein die Anzahl der verschiedenen Gräser ist erstaunlich. Auf dem Rückweg haben wir den Unterschied zwischen dem Spitzwegerich, dem Breit- und dem Mittleren Wegerich kennen gelernt - den Mittleren Wegerich erkennt man an seinen dem Boden anliegenden Blättern und seiner Behaarung. Sogar Seggen, eine Gattung innerhalb der Grasartigen, die in Baden-Württemberg auf der Roten Liste der gefährdenden Arten steht, gibt es bei uns in Großbettlingen.

Den krönenden Abschluss unserer Exkursion bildete der Besuch der Imkerei von Armin Brandstätter.  Wir durften mehr über das besondere Leben und die Bedeutung der Honigbienen erfahren, wurden mit Hefezopf und selbstgemachtem Apfelsaft bewirtet und haben sogar Honig probieren dürfen. Das emsige Treiben der Bienen ist immer wieder bemerkenswert.

Vielen Dank an Andrea, Matthias und Armin für das großartige Erlebnis. Und vielleicht möchten Sie auch an einem nächsten Wiesenspaziergang selbst teilnehmen, um mit uns die Schönheit unserer Natur zu genießen.